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Curriculum Endodontologie

30.11.2018 - 01.12.2018

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Haranni Academie für Heilberufe GmbH

Schulstraße 30, 44623 Herne, Deutschland

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Kosten 5355,00 €
Preisangaben inkl. 19% MwSt.

Beschreibung

1. Baustein: Behandlungsplanung und Zugangskavitäten
Den TeilnehmerInnen werden Konzepte und Hilfsmittel vorgestellt, die ihnen die Möglichkeit geben, die Mehrzahl der notwendigen Wurzelkanalbehandlungen in ihrer Praxis erfolgreich zu managen. Ziel ist es, dass die TeilnehmerInnen ihr individuelles Behandlungskonzept definieren und fundiert begründen können. Anstelle eines „Universalkonzeptes“ für alle Behandlungssituationen wird die Idee eines differenzierten, einzelfallbezogenen und problemorientierten Vorgehens vermittelt.

Inhalte

  • Fallselektion und Problemanalyse
  • Einteilung der Schwierigkeitsgrade endodontischer Behandlungen
  • Problemorientierte Analyse präoperativer Röntgenaufnahmen
  • Wann überweisen?
  • Präparation der Zugangskavitäten
  • Planung der Trepanation
  • Präparation der primären und sekundären Zugangskavitäten
  • Der Pulpakammerboden: Die endodontische Landkarte
  • Hinweise zum Auffinden von (zusätzlichen) Wurzelkanälen
  • mb2: Auffinden und Instrumentation
  • (Erste) Erfahrungen in der Anwendung des Mikroskops
  • Praktische Übungen
  • Fallpräsentation
  • Einführung in Inhalte und Struktur einer Fallpräsentation

Lernziele

  • Einschätzung des Schwierigkeitsgrades einer Wurzelkanalbehandlung
  • Individuelle, einzelfall- und problemorientierte Behandlungsplanung
  • Planung der Trepanation
  • Präparation der primären und sekundären Zugangskavitäten
  • Der Pulpakammerboden: Die endodontische Landkarte
  • Hinweise zum Auffinden von (zusätzlichen) Wurzelkanälen
  • mb2: Auffinden und Instrumentation
  • (Erste) Erfahrungen in der Anwendung des Mikroskops

Mehrwerte

  • An mitgebrachten extrahierten Zähnen üben die TeilnehmerInnen die Präparation der primären und sekundären Zugangskavitäten an allen Zahngruppen
  • An Oberkiefermolaren werden das Auffinden und die Darstellung des mb2 trainiert
  • Die Teilnehmer machen sich hierbei mit der Anwendung des Mikroskops vertraut

2. Baustein: Diagnostik und Schmerzbehandlung
Jeder Schmerzpatient erwartet zu Recht eine zuverlässige Schmerzbehandlung. In diesem Modul wird aufgezeigt, wie zielgerichtet eine Schmerzdiagnostik sowie eine effiziente Behandlung durchgeführt werden können.

In den industrialisierten Staaten nimmt der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung rapide zu, insofern ist mit einer steigenden Zahl von Patienten mit chronischen Erkrankungen zu rechnen. Grundlegende Kenntnisse über die Besonderheiten der Behandlung von gesundheitlich gefährdeten Patienten sind daher unerlässlich.

Inhalte

  • Diagnostik
  • Strukturierte Diagnostik
  • Nicht-odontogene versus odontogene Schmerzursachen
  • Reversible versus irreversible Pulpitis
  • Lokalisation des schuldigen Zahnes
  • Parodontale Aspekte
  • Schmerzbehandlung
  • Dentinhypersensibilität
  • Reversible Pulpitis
  • Irreversible Pulpitis
  • Parodontitis apicalis; akuter apikaler Abszess
  • Infraktion
  • Medikamentöse Begleittherapie (Antibiotika, Analgetika) und Anästhesie
  • Allgemeinmedizin
  • Erkrankungen des Herzens
  • Diabetes mellitus
  • Patienten mit Gelenkprothesen
  • Nierenerkrankungen
  • Bisphosphonate
  • Endo während Schwangerschaft und Stillzeit
  • Endodontie und HIV-Infektion
  • Indikationen zur Antibiotika-Gabe

Lernziele

  • Eine strukturierte endodontische Diagnostik durchzuführen und differentialdiagnostische Überlegungen zu integrieren
  • Kenntnisse über indikationsbezogene kausale Schmerzbehandlungen zu erlangen
  • Relevante allgemeinmedizinische Aspekte zu erkennen, die eine Modifikation der endodontischen Therapie erfordern

Mehrwerte

  • Strukturiert eine richtige Diagnose zu stellen und den schuldigen Zahn zu identifizieren
  • Eine kausale Schmertherapie kann den ersten Schritt der regulären Behandlung darstellen
  • Komplexe allgemeinmedizinische Aspekte in das eigene Behandlungskonzept zu integrieren

3. Baustein: Längenbestimmung & NiTi-Präparation
Längenbestimmung
Die Frage nach dem apikalen Endpunkt der Wurzelkanalaufbereitung wird kontrovers diskutiert. Neben der eigentlichen chemo-mechanischen Desinfektion ist das Erreichen der korrekten Arbeitslänge von besonderer Bedeutung. Zur Arbeitslängenbestimmung kommen sowohl die Standardtechnik mit Hilfe der Röntgenmessaufnahme als auch die endometrische Bestimmung mit Apexlokatoren in Frage.

NiTi-Präparation
Dank der Einführung der Nickel-Titan-Instrumente und deren kontinuierlichen Weiterentwicklungen sind diese extrem flexibel und widerstandsfähig geworden, so dass die Wurzelkanalbehandlung selbst bei komplizierten Wurzelkanalanatomien und starken Krümmungen sicher und mit reproduzierbaren Ergebnissen möglich ist.

Inhalte:

  • Bestimmung der Arbeitslänge
  • Röntgenmessaufnahme und Endometrie (Technik, Möglichkeiten, Limitationen)
  • Röntgenaufnahmen im Behandlungsverlauf
  • WK – Handaufbereitung mit NiTi-Instrumenten
  • WK – rotierende Systeme und Aufbereitungstechniken
  • WK – reziproke Systeme
  • Metallurgie; Instrumentenkunde
  • Vorstellung unterschiedlicher Systeme
  • Übungen mit verschiedenen Systemen
  • Besprechung der Vor- und Nachteile (Einfeilensysteme; Mehrfeilensysteme)
  • Reinigungs- und Schneidleistung maschineller Systeme
  • Endomotoren (dynamische Torque-Kontrolle) zur Bruchminimierung
  • Festlegen der finalen Aufbereitungsgröße (Gauging)
  • Fehler bei der Aufbereitung (Kanaltransportation, Elbow und Zip, Stufe, Perforation) und deren Vermeidung

Lernziele:

  • Sichere Arbeitslängenbestimmung
  • Kennenlernen und Bewerten verschiedener Feilensysteme

Mehrwert:

  • Übungen an Echtzähnen mit simultaner endometrischer Längenbestimmung
  • Verwendung von 3D-Voraufnahmen zur Längenbestimmung
  • Übungen mit verschiedenen Feilensystemen

4. Baustein Abrechnung endodontischer Leistungen
Endodontische Leistungen sind Vertragsleistung – aber nicht immer… Die Richtlinien für die vertragszahnärztliche Versorgung schränken die Berechnungsmöglichkeiten zum Teil doch erheblich ein. Die Endodontie hat sich in den letzten Jahren dank neuer Techniken, Methoden und Materialien zu einer eigenen Spezialdisziplin entwickelt. Für die Teilnehmer soll es in diesem Kurs darum gehen, die erworbenen Kenntnisse und erlernten Techniken richtig zu berechnen.

Inhalte

  • Relevante Positionen
  • Analogleistungen
  • Mehrkostenvereinbarungen
  • Abrechnungstechnische Grenzen der Kassen-Endodontie
  • Lernziele
  • Leistungsgerechte Abrechnung in der Endodontie
  • Erlernen des sicheren Steigerns und Begründens

5. Baustein: Röntgen, Desinfektion, Milchzahnendodontie
Dieses Modul widmet dich drei Hauptthemen.
Röntgen in der Endodontie: Die Anfertigung aussagekräftiger Röntgenaufnahmen und deren korrekte und systematische Interpretation sind die wichtigsten Grundlagen einer zielgerichteten Therapie.

Desinfektion und Medikation des Wurzelkanals: Die Desinfektion des Wurzelkanals stellt den wichtigsten Schritt der Wurzelkanalbehandlung dar.

Milchzahnendodontie: Die endodontische Behandlung von Milchzähnen unterliegt aus anatomischen und physiologischen Gründen (Resorption) und wegen der u. U. patientenbedingten Limitationen (Alter, Kooperation) einigen Besonderheiten.

lnhalte

  • Röntgen in der Endodontie: Techniken und Interpretation
  • Digitales Röntgen
  • DVT
  • Desinfektionslösungen und -techniken, Aktivierte Desinfektion (Ultraschall, EDDY, Laser etc.)
  • Zwischenfälle bei der WK-Spülung
  • Med. Einlage: Indikationen und Medikamente
  • Pathologie
  • Diagnostik
  • Pulpotomie, Pulpektomie
  • Grenzen der Zahnerhaltung im Milchgebiss

Lernziele

  • Indikationen zum Röntgen, Techniken und Interpretation
  • Vorteile und Grenzen von Röntgen und DVT
  • Optimale Auswahl der Desinfektionslösung(en)
  • Kritische Bewertung von Applikations- und Aktivierungstechniken
  • Kenntnis endontischer Konzepte und der Grenzen der Endodontie an Milchzähnen
  • Kenntnis der Pulpotomie-Techniken und Amputationsmaterialien

Mehrwerte

  • Medizinische Einlage: Indikationen und Medikamente
  • Erkennen, wann welche medizinische Einlage sinnvoll ist

6. Baustein: Obturation des Wurzelkanalsystems und postendodontische Versorgung
Um eine Kontrolle der endodontischen Infektion zu erreichen, sind neben der Instrumentierung und Desinfektion des Wurzelkanalsystems eine dichte Obturation des Kanalsystems sowie eine adäquate postendodontische Restauration unabdingbar. Thermoplastische Füllmethoden stellen gerade bei komplexen Anatomien eine Möglichkeit dar, das Kanalsystem vollständig auszufüllen, um ein Wachstum und die Vermehrung verbliebender Keime zu verhindern.

Inhalte

  • Kriterien Wurzelkanalfüllung
  • Materialien für die Wurzelkanalfüllung
  • Überblick Fülltechniken mit Fokus auf thermoplastische Fülltechniken
  • Individuelle Anpassung des Masterpoints
  • Praktische Übungen zur trägerbasierten Fülltechnik und warmen vertikalen Kompaktion an Echtzähnen (mitzubringen)
  • Prinzipien zur defektorientierten adhäsiven postendodontischen Versorgung
  • Wann wird heute noch ein Wurzelkanalstift benötigt?
  • Welche Stiftmaterialien können empfohlen werden?
  • Wie kann die Befestigung der Stifte im Kanal erfolgen?

Lernziele

  • Am Ende des Kurses kennen die Teilnehmer die Materialien für die Wurzelfüllung sowie deren Eigenschaften und die Grundlagen der thermoplastischen Wurzelkanalfüllungstechniken und können die vertikalen Kompaktion in einfachen Situationen anwenden.
  • Darüber hinaus können sie Übereinstimmung von Präparationsform und Wurzelfüllungstechnik sowie Eignung von Wurzelfüllungstechnik und Kanalmorphologie einschätzen und eine geeignete Versorgungsform für den endodontisch behandelten Zahn auswählen.

Mehrwerte

  • Die Teilnehmer erlernen strukturiert in theoretischen und praktischen Blöcken die Voraussetzungen für suffiziente Wurzelfüllungen, Kriterien zur Auswahl situationsadäquater Materialien sowie Grundlagen zur Durchführung thermoplastische Wurzelfüllungstechniken.
  • Das Modul vermittelt Strategien für die Versorgung endodontisch behandelter Zähne, in denen die Faktoren Substanzerhalt und Frakturprophylaxe entscheidende Rollen spielen.

7. Baustein: Revisionen und Management von Komplikationen
Perforationsdeckung, Stift- und Instrumententfernung

Die Behandlung endodontischer Misserfolge ist in vielen Fällen diagnostisch und technisch eine besondere Herausforderung für den Behandler. Für eine erfolgreiche Therapie müssen vorangegangene Behandlungsfehler erkannt und korrigiert werden. Anhand zahlreicher Fallbeispiele werden Behandlungstechniken aus der Praxis für die Praxis vermittelt.

Inhalte

  • Indikationen der orthograden Revision
  • Diagnostik und Entscheidungsfindung
  • Prognose und Grenzen der orthograden Revision
  • Techniken der orthograden Revision
  • Entfernung von Wurzelfüllmaterialien
  • Entfernung von Stiftaufbauten
  • Applikation von Mineral Trioxide Aggregate (MTA)
  • Management komplexer Revisionsfälle
  • Umgang mit Stufen und Blockaden
  • Perforationsdeckung
  • Entfernung frakturierter Instrumente
  • Revision resezierter Zähne
  • Praktische Übungen (unter Einsatz des Operationsmikroskops)

Lernziele

  • Erlernen von konkreten Techniken und Tipps für die Behandlung endodontischer Misserfolge im Praxisalltag
  • Handling von MTA für den routinemäßigen Einsatz

Mehrwerte

  • Der Kurs soll allen Teilnehmern ermöglichen, in ihrer jeweiligen Praxis sicher zu entscheiden, welche Fälle mit den vorhandenen Möglichkeiten wie behandelt werden können.
  • Die Teilnehmer erweitern ihr Behandlungsspektrum für das Management endodontischer Misserfolge durch Hilfestellungen und Strategien „aus der Praxis für die Praxis“.

8. Baustein: Dentale Traumatologie
Zahntraumata stellen komplexe Verletzungen der Zähne und der umgebenden Hart- und Weichgewebe dar, deren Therapie häufig ein multidisziplinäres Vorgehen erfordert. Von entscheidender Bedeutung für die Prognose der traumatisierten Strukturen sind die korrekte Diagnostik und die Erstversorgung. Fehler in der Erstversorgung und unfallbedingte Komplikationen können langfristig zum Verlust eines traumatisierten Zahnes führen.

Inhalte

  • Klassifikation, Diagnostik, Therapie und Prognose der unterschiedlichen Zahnverletzungen
  • Komplikationen nach dentalem Trauma und ihr Management
  • Replantation und Transplantation
  • Schienungstechniken und Recall-Programm
  • Neue Entwicklungen in der Vitalerhaltung bzw. Pulparegeneration

Lernziele

  • Trauma-Diagnostik
  • Planung und Durchführung der Erstbehandlung
  • Einteilung und Behandlung der unterschiedlichen Zahn- und Gewebeverletzungen
  • Design eines Recall-Programms und Abschätzung der Prognose

9. Baustein: Abschlussgespräche/Fallpräsentationen
Inhalt

  • Jede/r Teilnehmer präsentiert einen Fall, der im Plenum diskutiert wird

Lernziele

  • Es soll der Nachweis erbracht werden, dass die Teilnehmer Behandlung von Fällen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad individuell und problemorientiert planen, mit guter Erfolgsaussicht therapieren und (selbst)kritisch bewerten können.

Einzeltermine:
1. Baustein: Freitag, 30.11.2018 – 14-19 Uhr und Samstag, 01.12.2018 – 9-18 Uhr
2. Baustein: Samstag, 26.01.2019 – 9-18 Uhr
3. Baustein: Freitag, 08.02.2019 – 14-18 Uhr und Samstag, 09.02.2019 – 9-18 Uhr
4. Baustein: Freitag, 22.02.2019 – 14-18 Uhr
5. Baustein: Samstag, 23.02.2019 – 9-18 Uhr
6. Baustein: Freitag, 12.04.2019 – 14-19 Uhr und Samstag, 13.04.2019 – 9-18 Uhr
7. Baustein: Samstag, 11.05.2019 – 9-18 Uhr
8. Baustein: Samstag, 08.06.2019 – 9-18 Uhr
9. Baustein: Samstag, 06.07.2019 – 9-18 Uhr

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